An(ge)dacht

Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose bei Euch auf, und wenn ihr einem begegnet, der in Lumpen herumläuft, gebt ihm Kleider. Helft wo ihr könnt und verschließt eure Augen nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen. (Jesaja 58,7)

Es ist ein paar Jahre nach dem babylonischen Exil. Ein bescheidener Neuanfang. Wirtschaftlich: Manche kamen recht schnell zu gewissem Wohlstand, andere blieben arm oder verarmten und mussten in Schuldknechtschaft gehen. Und religiös: Der Tempel wurde wiederaufgebaut, man rang um die richtige Frömmigkeit. Offenbar hatte sich zwischen diesen Polen ein Spannungsfeld aufgebaut, so dass Gott sich genötigt sah, durch Jesaja einige grundsätzliche Sachen klarzustellen: Man kann nicht versuchen, mit Fasten und anderen religiösen Übungen Gott zu gefallen und dabei den Nächsten außen vorlassen. Beziehung zu Gott und Dienst am bzw. der Umgang mit den Nächsten sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Es geht darum, dass wir uns von der Not unserer Nächsten berühren lassen, von ihren Sorgen, Ängsten, ihrer Hoffnungslosigkeit oder Verzweiflung und das in Handeln umsetzen.

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