Stell dir vor, eine Zeitung würde in einem Jahr einen Artikel über unsere Gemeinde schreiben. Ein ganzseitiger Artikel, sehr gut recherchiert und mit interessanten Beobachtungen und Meinungen. Wovon würde die Zeitung berichten? Was wäre dir wichtig? Wofür könnte oder sollte in deinen Augen unsere Gemeinde bekannt werden? In welchem Teil des Artikels findest du dich wieder?

Solch eine gedankliche Reise haben wir mal in der Jugendleitung mit Blick auf die Jugendarbeit bei einem gemeinsamen Visionswochenende gemacht. Wir haben uns Zeit für Gebet und das Schreiben solch eines fiktiven Artikels genommen. Einfach mal drauflos träumen, sich vom Heiligen Geist inspirieren und leiten lassen. Überlegen, welche Möglichkeiten man selbst hat. Worte finden. Bekenntnisse des Glaubens definieren. Es war super spannend die Artikel zu hören und ins Gespräch zu kommen. Welche gemeinsamen Vorstellungen entdecken wir? Worauf dürfen wir uns fokussieren? Welche Weichen müssen dafür jetzt gestellt werden?

Wer bringt was mit in unsere Gemeinschaft?

Ich bin begeistert von der Idee von Gemeinde. Ich bin begeistert, dass Gott uns so geschaffen hat, dass wir nicht alleine sein sollen. Mich begeistert, dass er uns seinen Geist gibt, um bei und trotz unseren Menschlichkeiten Einheit und gute Früchte zu schenken. Ich bin begeistert, dass er uns unterschiedliche Begabungen gegeben hat und die Berufung, dass wir das Licht in der Welt sein sollen.

Es soll uns nicht überraschen oder erschrecken, dass so viel Dunkelheit, Angst und Egoismus um uns herum und in so vielen Herzen herrscht. Jede/r von uns ist dazu berufen, etwas daran zu ändern, Teil einer Gemeinschaft zu werden und einen lebendigen Gott zu erleben.

Ich fände es so toll, wenn die PNN immer wieder begeistert von den Potsdamer Christen berichten würde. Dass die Gemeinden hier lebendige Orte der Hoffnung sind. Dass die Mitglieder dort nicht vorrangig nach bekannten Lebenszielen wie Erfolg, Ansehen oder Eigentum streben, sondern danach, ihren Gott zu erleben und das irgendwie auch ständig tun. Hier könnten dann weitere Berichte dieser Ereignisse folgen mit der wachsenden Vermutung, dass man bei all diesen Zufällen wohl doch noch mit Wundern rechnen kann. Oder sie berichten von der bemerkenswerten Einheit von unfassbar unterschiedlichen Menschen, die gemeinsam unterwegs sind. Und natürlich von unserem guten Essen und den gemeinsamen Festen :)

Ich würde mich sooo freuen, wenn immer mehr Menschen Verantwortung für sich, für die Gemeinde und ihre Umgebung übernehmen. Und ich möchte deswegen dazu einladen, sich immer wieder Zeit zu nehmen, Durst nach dem lebendigen Gott zu bekommen. Zu träumen. Den lebendigen und mächtigen Geist Gottes und Gemeinschaft zu erleben.

Wenn so ein Artikel über unsere Gemeinde geschrieben würde, wo würdest du dich wiederfinden? Welche Weichen kannst du jetzt dafür stellen?

Vielleicht ist die Methode eines fiktiven Artikels dafür hilfreich für dich.

Lea P.